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Liebe Leserinnen und Leser, 

wettertechnisch zeigt sich der Sommer bei uns in Leipzig noch von seiner milden Seite, doch man spürt bereits: der Herbst kommt. An den Energiemärkten wird es sogar schon spürbar ernst: Die Gasspeicher sind so knapp gefüllt wie lange nicht, und die Frage nach der richtigen Beschaffungsstrategie für 2027 wird drängender.

Diesen Monat werfen wir einen genaueren Blick auf die Gasspeichersituation und die zum 1. Oktober anstehenden Änderungen bei den Gasumlagen, bevor wir wie gewohnt mit der Markt-Übersicht abschließen.

Gasspeicher nur halb voll – was das für Ihren 2027er-Vertrag bedeutet
Gasumlagen: Änderungen zum 1. Oktober
Strompreisentwicklung
Gaspreisentwicklung

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Viele Grüße aus Leipzig
Ihre Kilowatthandel AG

Gasspeicher nur halb voll – was das für Ihren 2027er-Vertrag bedeutet

Die deutschen Gasspeicher sind aktuell nur zu rund 53 % gefüllt – etwa 27 Prozentpunkte weniger als im langjährigen Mittel. Bis zur gesetzlichen Vorgabe von 70 % zum 1. November muss also noch kräftig nachgekauft werden. Gleichzeitig sorgt der Iran-Konflikt für spürbaren Preisdruck: Die Börsenpreise haben sich seit Jahresbeginn etwa verdoppelt, liegen aber weiterhin deutlich unter dem Krisenniveau von 2022.

Was heißt das für Ihre Beschaffungsstrategie? Zwei Wege stehen zur Debatte:

Jetzt fixieren: Wer sich Planungssicherheit für 2027 sichern will, profitiert davon, vor der herbstlichen Nachfragespitze abzuschließen – diese könnte, zusammen mit möglichen weiteren Eskalationen im Nahen Osten, die Preise zusätzlich treiben.

Abwarten / Spot: Wer auf eine Entspannung der geopolitischen Lage oder ein wachsendes LNG-Angebot setzt, kann von einer Spot-Strategie profitieren – muss dafür aber bewusst Volatilität in Kauf nehmen.

Die richtige Strategie hängt am Ende von Ihrem individuellen Verbrauchsprofil ab. Lassen Sie uns darüber sprechen, welcher Weg für Sie passt.

Gasumlagen: Änderungen zum 1. Oktober

Mit Beginn des neuen Gaswirtschaftsjahres am 1. Oktober 2026 sinkt die Konvertierungsumlage von 0,18 auf 0,11 EUR/MWh, das VHP-Entgelt reduziert sich von 0,00198 auf 0,00141 EUR/MWh. Die Bilanzierungsumlagen für RLM- und SLP-Kunden sowie das Konvertierungsentgelt (H/L) bleiben unverändert bei 0 EUR/MWh.

Strompreisentwicklung:

Die Terminmärkte zeigten aufgrund der weiter anhaltenden Unsicherheiten und der zuletzt wieder sich verschärfenden Lage nur eine Richtung: es geht bis auf 117 €/MWh für das Jahr 2027 nach oben. Die Marktmeinung geht mittlerweile davon aus, dass es zu keiner schnellen Lösung kommt. Daher stiegen im August auch die Terminmarktnotierungen für 2028 und 2029 erstmals deutlich an. Auch der Spotmarkt schloss im August mit einem Schnitt von 126 €/MWh auf dem höchsten Kurs seit über 3 Jahren.

Terminmarkt Strom:
Spotmarkt Strom:
Gaspreisentwicklung

Identische Entwicklungen sehen wir beim Gas. Das Frontjahr ist mit 52 €/MWh so teuer wie zuletzt Ende Oktober 2023. Auch hier hängt alles von der Entwicklung im Nahen Osten ab. Kurzfristig kann es im September zu Preissteigerungen aufgrund von Wartungen am norwegischen Pipelinenetz kommen, während die LNG-Zufuhr auf aktuellem Niveau gesichert scheint.

Terminmarkt Gas:
Spotmarkt Gas:

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Herzliche Grüße aus Leipzig!
Ihr Kilowatthandel-Team
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